Donnerstag, 28 März 2024

Geben und Nehmen

Vom Feld in den Kochtopf – darauf möchte die Kochkursreihe von den Bäuerinnen und den Südtiroler Gastwirtinnen Lust machen und besonders die Gastronomiebetriebe einladen, die Vielfalt der heimischen Produkte in ihre Küchen miteinzubringen.

„Es ist machbar,“ sagt Florian Patauner, Chefkoch im Restaurant Patauner in Siebeneich und Vorsitzender der Gruppe Südtiroler Gasthaus, „und es gefällt!“ Die regionalen Produkte spielen in seiner Küche eine wesentliche Rolle. Er spricht vom Geben und Nehmen, von einer gewinnbringenden Zusammenarbeit mit den Bauern: „Das gibt mir dir Möglichkeit, mich von der Küche anderer Länder abzuheben. Das macht Sinn.“

Natürlich braucht es von den Bauern Verlässlichkeit und Sicherheit, das weiß auch Landesbäuerin Antonia Egger: „Es kann gut funktionieren, es ist vor allem diese persönliche Beziehung zwischen Koch und Köchin und Bauer und Bäuerin, die sehr bereichernd ist.“ Adele Huber von der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen spricht vom Mehrwert: “Wir brauchen dieses Bewusstsein im Gastgewerbe für die landwirtschaftlichen Produkte, wir müssen aber über die Besonderheit Bescheid wissen, dann gelingt auch die Zusammenarbeit und es ist dann für beide gewinnbringend.”

Und je mehr man über das Produkt Bescheid weiß, desto eher wird man Fan davon. Deswegen gibt es auch die Kochreihe Gartenlust trifft auf Kochkunst. Vor kurzem war der Spargel Inhalt der Kochkursreihe. Bäuerinnen-Dienstleisterin Ruth Waschgler informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den Anbau und die Vorzüge des frühlingshaften Gourmetgemüse. „Er gedeiht am besten in sandigem Boden, wurde früher vor allem in Königshäusern sehr geschätzt und sollte das Sonnenlicht nicht sehen,” so die Bäuerin Ruth Waschgler vom Judhof in Terlan. Sie weiß, worauf es beim Anbau ankommt, und konnte unter anderem Tipps für den Spargelanbau im eigenen Hausgarten weitergeben.

Thema war auch die Verwertung des Gemüses als ganze Pflanze. “Der Trend geht dahin, dass wir in der Küche neben dem Tier auch das Gemüse als Ganzes verwerten. Es ist schade, die Blätter der Kohlrabi wegzuschmeißen, es lässt sich ein wunderbares Pesto zubereiten,” regte Koch Florian an. So bietet dieser Kochkurs Raum für fachliche Informationen über das Produkt, dazu kreative Rezepte sowie - und das ist das Besondere - einen Austausch zwischen Köchin oder Koch, Bäuerinnen und Gastwirtinnen. Es ist dieser Austausch, der Landwirtschaft und Gastronomie zusammenwachsen lässt, ist Landesbäuerin Antonia Egger überzeugt. Das Kooperationsprojekt zwischen der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen und der Südtiroler Bäuerinnenorganisation hat vor allem den Vernetzungsgedanken zwischen Landwirtschaft und Gastronomie im Focus. Bereits seit dem Jahr 2018 gibt es die Kochkurs-Reihe „Gartenlust trifft auf Kochkunst“. “Das Schöne daran ist, dass sich dieses Projekt bewährt hat”, sagt Landesbäuerin Egger.

Die Rezepte finden sie auf www.baeuerinnen.it.

Bildt 1: v.l. Bäuerinnen-Dienstleisterin Ruth Waschgler, Adele Huber von der Vereinigung Südtiroler Gastwirtinnen, Landesbäuerin Antonia Egger, Chefkoch Florian Patauner und die Teilnehmer

Bild 2: Zum Dessert gab es karamellisierte Spargeln

Bild 3: Landesbäuerin Antonia Egger beim Kochtopfschwenken, auch das muss gelernt sein

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